FRANEKER-FRENTSJER
Franeker hat in Fryslân eine besondere Position. So is es beispielweise das nierderländische Mekka der Kaatser. Kaatser streiten dort beim alljährlichen P.C.-Turnier auf dem heiligen Rasen von It Sjûkelân um die höchste Ehre. Das Turnier ist ein jährlicher Höhepunkt im Sommer, zu dem Besucher von nah und fern anreisen. Ganz Franeker nimmt am Fest teil. Wer mehr über dieses typisch friesische Spiel mit dem kleinen Ball erfahren möchte, sollte dem Kaatsmuseum einen Besuch abstatten.
Aber Franeker hat noch viel mehr zo bieten: eine reiche akademische Geschichte, einladende Einkaufsgassen und das Kon. Eise Eisinga-Planetarum.
Zwischen 1585 und 1811 war Franeker die einzige Universitätsstadt von Fryslân. Die Universität erwies sich als grosses Glück für die kleine Stadt. Spuren dieser akademischen Vergangheit findet man im Stadtmuseum 't Coopmanshuis. Die ehemalige Studentenkneipe De Bogt fen Guné ist heute die Stammkneipe der Freunde des Kaatsens, denn das Wirtshaus liegt direkt neben der heiligen Spielstätte It Sjûkelân.
Ein absolutes Muss ist das Kon. Eise Eisinga Planetarium.. Eisinga brachte den Kreislauf der Himmelskörper zurück in eine nüchterne, berechenbare Bewegung. Er baute sein Planetarium an der Decke des Salons und auf dem Dachboden seines Hauses. Das zwischen 1774 und 1781 konstruierte Räderwerk funktioniert immer noch fehlerfrei.
In Franeker gibt es mehrere Stinzen (befestigte Adelssitze), von denen sicherlich zwei einen Besuch wert sind. Das Botniahaus, ein Adelssitz aus dem 16. Jahrhundert, wurde über mehrere Jahrhunderte als Waisenhaus benutzt. Heute dient es als Gemeindehaus der Reformierten Kirche.
Das Martenahuis war über viele Jahre der sogenannte "Stadtpalast". In dem aus grossen gelben und roten Backsteinen errichteten Gebäude war jahrenlang die Stadtverwaltung untergebracht.
Auch ein Besuch wert is das "Korendragershuisje".